Sinnlinien meines Lebens

Schläft ein Lied in allen Dingen …


Ich war ein sehr sonniges Kind, mit einer frühen Liebe zu Musik – Pop & Klassik. Schon mit 8 Jahren versuchte ich am Klavier Rock'n'Roll zu spielen. Problematisch wurde es für mich aber ab einsetzender Pubertät. Ich fühlte mich ab da ob meiner vielen unterschiedlichen Begabungen & Leidenschaften innerlich sehr zerrissen. Wie schaffe ich es, all meine verschiedenen EnergieStrömungen erfolgreich unter einen Hut zu kriegen? Welchen Beruf soll ich wählen?
Im Folgenden dazu ein paar ausgewählte und wesentliche Sinnlinien meines Lebens.

Spiritualität & Gesellschaft

Als Jugendlicher sollte ich die Priesterlaufbahn einschlagen. Das habe ich auch ernsthaft geprüft und hielt es deswegen 8 Jahre auf einem katholischen Internat aus. Meine Liebe zu Gott, in Verbindung mit meiner gesellschaftskritischen Auseinandersetzung, hat zu einem Jesus-Festival geführt, das ich mit initiiert & organisiert habe. Hierfür schrieb ich auch meine ersten Lieder: „Komm wir teilen das Essen mein Bruder, komm wir teilen was wächst auf der Welt, das Beste für mich, der Abfall für dich, du stirbst zwar jung, aber lang lebe ich, lang lebe ich.“ Damals war ich 18 Jahre alt.
Danach hab ich schmerzliche Jahrzehnte lang nicht mehr komponiert, weil ich so voller Selbstzweifel ob meiner Fähigkeiten als Komponist war (siehe dazu auch in meinen Lebenslauf  "µ Vita").

Ein anderes Resultat davon war, dass ich mich in ein Mädchen verliebte und viel mit ihr zusammen war – was absolut verboten war für Schüler dieses KlosterInternats. Mit 19 Jahren, 1 Jahr nach meinem Abi, haben wir dann geheiratet. Es war berauschend schön! Und wir waren in unserem Umfeld für viele so was wie ein Vorzeige-Ehepaar, jedenfalls solange bis …. (zu alle dem später).

Ein weiteres Resultat meines religiösen Ringens und gleichzeitig gesellschaftlich-politischen Bewußtwerdens war, dass ich mit 21 Jahren aus der Kirche ausgetreten bin. Sie war für mich gänzlich unglaubwürdig geworden. Das wiederum hat meinen tief religiösen Vater sehr geschmerzt. Und erst Jahrzehnte später konnte er verstehen, dass ich trotz meines Austritts aus der Kirche mich nicht von Gott abgewandt hatte; dass mein spiritueller Weg wohl aber sehr anders ist als seiner.

Gaia Erde, Tiere & Forschung

Was bei meinem Vater die Liebe zu hl. Mutter Maria war, ist bei mir eine tiefe Verbindung zu Gaia Mutter Erde und ihren Geschöpfen geworden. So war ich zuletzt 10 Jahre lang Biobauer mit einem wunderschönen Verhältnis zu meinen Schafen. Ich konnte sie stundenlang einfach frei laufen lassen, und wenn ich gepfiffen habe, kamen sie freudig aus den Büschen hervor und liefen mir entgegen. Aber auch mit Eidechsen, Milans und anderen Vögeln hatte ich ergreifende Begegnungen.

Dieser schöne Kontakt mit Tieren ist befruchtet durch meine abgefahrene Forschungsarbeit 1992-94 zur Kommunikation zwischen Menschen und frei lebenden Walen & Delphinen. Meine ForschungsHypothese damals war: Alle Wesen können mittels eines gemeinsamen Musters miteinander kommunizieren, und das sind unsere Gefühle. Tiere und Pflanzen verstehen unsere Gefühle, und wir – wenn wir’s denn zulassen – verstehen auch ihre. Unsere Gefühle transportieren wir aber wesentlich nicht durch Worte, sondern durch den Klang der Stimme, durch die Melodie der Worte & Sätze, Rhythmus, Tempo, Pausen usw. – also durch die Musik der Sprache.
Im Herbst 1993 sind wir mit unserem wunderschönen, neu erbauten 2-Mast-Schoner „Kairos“ nach einer stürmischen Überfahrt in einer Bucht vor Teneriffa vor Anker gegangen. Es war eine friedliche Abendstimmung, das Meer spiegelglatt, in der Ferne ein paar Rückenflossen von Grindwalen. Ich konnte es kaum erwarten, zum ersten Mal die UnterwasserMikrofone und -Lautsprecher ins Meer abzusenken und das Musikstudio an Bord anzuwerfen. Alles funktionierte auf Anhieb. Ich war voll aufgeregt, ich spielte ein bißchen auf meinem Synthesizer … lauschte ins Meer hinein … spielte noch mal … lauschte … konnte es nicht fassen. Das, was ich mir in meinen kühnsten Träumen vorgestellt hatte, ist auf Anhieb passiert: Die Wale haben auf meine Töne ruckzuck reagiert, imitierten in gewisser Weise was ich spielte und gaben ihren Senf dazu! Ich antwortete darauf, sie antworteten zurück, hin und her. Und sie kamen während der ganzen Zeit immer näher & näher und wurden immer lauter hörbar. Ich war tief bewegt und überglücklich!

Leider währte dieser Forschungs- & SegelTrip nur ein paar Monate. Dann entbrannte unter der Crew ein heilloser Richtungsstreit. Und das in dem Team, auf das ich so stolz war; wo wir die letzten Jahre dieses Projekt so phantastisch vom Himmel auf die Erde geholt hatten – und zum Teufel schickten, als sich der Erfolg einstellte. Ich mit meinem gut geschulten, jedoch messerscharf verletzenden Intellekt, tat das meine dazu, dass ich bald aus der Crew rausflog. Das gesamte Projekt ist wenig später endgültig den Bach runter gegangen.

Ich habe sehr viele Jahre daran gelitten, gelitten auch an meiner eigenen Unfähigkeit in dieser Situation – und das als promovierter Psychologe & Therapeut. Habe danach, auch deswegen, eine Ausbildung zum zertifizierten Mediator & Streitschlichter gemacht.

In diesem ForschungsProjekt war für mich so vieles gut zusammen gekommen: Die Musik, das gemeinschaftliche Leben und Wirken im Team, mein Erfinder- & Forschergeist, meine psychologisch-heilerische Ader, in Workshops unsere Erkenntnisse weitergeben zu können, meine Liebe zur Gaia Erde und zu den Tieren, das Gesellschaftsrelevante bezüglich einer förderlichen Kommunikation, etc. … ich war damals 40 Jahre alt, aber offenbar noch nicht reif genug für so ein Projekt.

Gemeinschaft, Liebe, Gesellschaft

10 Jahre später habe ich mit meiner damaligen Partnerin ein bilderbuch-schönes Anwesen erworben. Wir wurden Biobauern. Darüber hinaus wollten wir hier eine Hof- & Lebensgemeinschaft aufbauen. Wir hatten die Idee, dass diese nicht-hierarchische Gemeinschaft getragen sein soll von gemeinsamen Werten, die wir als oberste Leitlinie betrachteten. Das war angelehnt an den Gesellschaftsentwurf der Viergliederung von Prof. Johannes Heinrichs. Ich dachte, ich hätte mehr als genug GemeinschaftsErfahrung, um so eine Gemeinschaft verwirklichen zu können. Weit gefehlt. Es ist ziemlich ernüchternd, nach 10 Jahren zu sehen, dass dieses Konzept, von dem wir beide so sehr beseelt war, so nicht funktionierte. Ich bin wieder weggezogen von diesem Platz, der mir so sehr Heimat geworden war, wie seit meiner frühen Kindheit kein Ort mehr.

Meine Absicht in Gemeinschaft zu leben geht zurück auf die Zeit, wo ich verheiratet war. Ich hatte mich damals in eine Musikerkollegin verliebt, und ich habe festgestellt, daß ich meine Frau noch immer liebte, ja sogar mehr denn je. »Was stimmt denn da nicht?!« So habe ich begonnen, die gesellschaftlichen Werte kritisch zu hinterfragen, vor allem das patriarchale Korsett der Monogamie. Und in mir war ein leidenschaftliches Aufbegehren: »Es kann doch nicht sein, dass ein Mensch nur einen einzigen anderen Menschen sinnlich lieben darf!«  Ich habe in der Folge viel mit meiner Frau gesprochen, mit dem befreundeten Geistlichen, der uns getraut hatte und sehr radikal dachte. Natürlich auch mit Freunden, aber bei vielen von ihnen war ich schnell unten durch, war ich das Sexualschwein. Ich hab hinterfragt, gesucht, gelesen, nachgedacht, niedergeschrieben, … sogar meine Doktorarbeit in Psychologie hatte mit dieser Auseinandersetzung zu tun.

Im 6. Jahr unserer Ehe haben wir uns dann nach vielen durchweinten Nächten scheiden lassen. Nicht weil wir uns nicht mehr geliebt hätten, ganz im Gegenteil. Vielmehr, weil sich uns kein Weg gezeigt hatte, wie wir unsere Bedürfnisse nach Sicherheit & Geborgenheit und die nach Freiheit, Schönheit & Vielfalt in eine harmonische Balance bringen können.

Damals dämmerte mir, daß so eine LiebesIdee eine sehr andere Gesellschaft als Grundlage braucht. Um konkrete Schritte gehen zu können hin zu so einer Liebeskultur, skizzierte ich damals mit 26 meine erste umfassende Vision von einem Leben in Gemeinschaft. Und 5 Jahre später lebte ich auch für einige Zeit im Südschwarzwald in einer großen Gemeinschaft, die sich zentral diesem Thema widmete. Darüber hinaus war ich, wie Zeit meines Lebens immer auch, Musiker und leitete u.a. einen Chor.

Musik als Synthese von allem

In der Zeit als Biobauer habe ich endlich das begonnen, was ich mir bislang nie wirklich zugetraut hatte aufgrund meines nagenden Selbstzweifels, was mir aber immer vorgeschwebt ist: meine Musik zu schreiben, zu komponieren. Und nicht nur einzelne Songs, sondern auch ein Musical und ein musikalisches Cabarett. Und überwiegend floß mir die Musik überraschend leicht aus Fingern, Herz und Feder. Durch den Biohof und den Aufbau der Hofgemeinschaft blieb mir aber fast keine Zeit dafür.

Jetzt lebe ich auf meiner hübschen "Flachland-Almhütte" bewußt alleine und mache eine Art Retreat. Nicht einsam, denn ich habe viele Freunde rund um mich, und meine gemeinschaftliche Verbundenheit mit vielen von ihnen ist sehr stark. Gemeinschaft ist für mich inzwischen zu einer Seinsweise geworden, die nicht mehr abhängig davon ist, ob man gemeinsam an einem Ort lebt.

Hier auf meiner "Almhütte" habe ich 2013 das Album »Hallo Erde ! - musikalische Zwiegespräche mit unserem Heimatplaneten« aufgenommen. Es ist die derzeitige Krönung meines bewußten Kontaktes zu Gaia Mutter Erde. In meinem Blog auf www.Batisse.de steht einiges mehr dazu.

Nebenbei arbeite ich als „Freiberufler“ in der Firma eines Freundes. Da habe ich die letzten Jahre als Chefentwickler unseres Teams den vermutlich weltbesten Lautsprecher vom Typ Rundumstrahler auf die Welt gebracht, die »Eternita«. Es freut mich grandios, dass es diese auch optisch & haptisch so wunderschönen "NaturSchallWandler" gibt. Ich selber will mit überhaupt keinem anderen Lautsprecher mehr auftreten, und ich will auch meinem Publikum diesen klanglichen Genuß bereiten.

Indem ich zuletzt dem Biohof und der Gemeinschaft den Rücken gekehrt habe, habe ich mich gleichzeitig entschieden, der Musik meine erste Priorität zu geben - „Music was my first love“ . Es scheint mir, dass ich mit der Musik als meinem Zentrum plus meiner spirituellen Basis, am ehesten all meine EnergieStröme kreativ zur Geltung bringen kann. Ich bin jetzt dem näher denn je. Zeit meines Lebens fühlte ich mich wie aufgespannt zwischen all meinen Interessen, Idealen und Begabungen. Das hatte zur Folge, dass ich mich immer gehetzt fühlte, immer viel arbeitete, wenig Urlaub machte, nie sehr lange irgendwo blieb; aber auch, dass mir kaum mal langweilig wurde - und das hier Beschriebene sind lediglich ein paar Skizzen aus meinem Leben. Gleichzeitig durfte ich meine Liebe und Verehrung für die Frau, für das Weibliche, das Weiche & Schöne, intensiv leben und tief erfahren, wofür ich sehr dankbar bin.

In mir schwingen und wabern noch so viele Visionen & Ideen. Außerdem bin ich total neugierig, in welche Richtung sich unsere Gesellschaft ent­wickelt und wie ich da mittels Musik einen positiven Beitrag leisten kann.
Da möchte ich, ja muß ich, sehr alt werden und dabei auch fit bleiben. Und ich will die Synthese aus all meinen inneren wie äußeren Bewegungen, Bestrebungen & Begabungen immer höher führen, sie glücklich jauchzend meistern, in vollen Zügen genießen, staunend und dankbar – um von da aus zu neuen Dimensionen aufzubrechen. Die Zeichen der Zeit sind vielversprechend!

 

~ Für einen Himmel auf Erden für uns Alle ~

Batisse Johann Ablinger (Dr. phil.)

~ MusikSchamane ~

Schläft ein Lied in allen Dingen
die da träumen fort und fort,
und die Welt hebt an zu singen,
triffst du nur das Zauberwort.

(Joseph Freiherr von Eichendorff)

 

 

 

Spots

  • Stimmung in 432 Hz
    Die CD "Hallo Erde!" ist in 432 Hz aufgenommen, anstatt wie üblich in 440 Hz als Kammerton a1. Warum? Weiterlesen
    AudioNatur
    Wir können mit unserem Körper zu einer bestimmten Zeit immer nur an einem  Ort sein. In der Musik mischt man heute aber meistens so ab, als wäre man gleichzeitig z.B. in einem Konzertsaal und... Weiterlesen
  • www.NSW.li
    Die Lautsprecher ohnegleichen It sounds like nature Weiterlesen
    LifeErdKontakt
    "Hallo Mutter Erde!" ein musikalischer Dialog zwischen Gaia-Erde und  den Konzertbesuchern. ~ gemeinsam mit  ~   Batisse  ~   Möchten Sie nicht selber gern probieren, mit Gaia-Erde in Kontakt... Weiterlesen

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